Montag, 24. November 2014

Reichliches Erntedankfest















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Der wichtigste Feiertag in Amerika ist das jeweils am vierten Donnerstag im November stattfindende Erntedankfest. Über 50 Millionen Amerika beginnen meist schon am Mittwoch ihre Reise zu diesem Familientreffen mit dem traditionellen Truthahnessen. Die Börse spielt in dieser Woche in den USA nur eine untergeordnete Rolle. Am Freitag schließt der Börsenhandel bereits um 13:00 Uhr drei Stunden früher als normal. Das Umsatzvolumen ist an diesem verkürzten Börsentag erfahrungsgemäß das geringste im Jahresverlauf. Kaufhäuser dagegen rechnen mit dem höchsten Tages-Umsatz im Jahr und öffnen dazu schon in den frühen Morgenstunden. 

Dieses Jahr haben Börsianer allen Grund zum Feiern. Der bisherige Jahresgewinn ist attraktiv und beim US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) weiterhin am größten (grüner Pfeil). Der Erholungstrend seit Mitte Oktober setzte sich auch vergangene Woche fort. Der S&P 500 Index schloss am Freitag auf dem 45. Rekordhoch seit Jahresbeginn. Der Wochensieg fiel jedoch auf den DAX (grüner Pfeil), der damit gleichzeitig wieder ein, wenn auch nur geringes, Jahresplus erzielte. Die Wiener Börse (ATX) lag am Freitag (grüner Pfeil) vorn aber bleibt unter den Börsen das Schlusslicht seit Jahresbeginn und wird bis Jahresende nicht aus dem Minus kommen. Den größten Verlust in diesem Jahr weist allerdings nach wie vor das Nordsee-Öl (Brent) auf (roter Pfeil). Meine Warnungen gleich zu Jahresbeginn waren hier richtig. Der Euro stand am Freitag und auch im Wochenverlauf weiterhin unter Druck (zwei rote Pfeile). Europäische Investoren haben an Wall Street somit seit Jahresbeginn zusätzlich 10% am Dollar gewonnen.



















Seit 1900 gab es an Wall Street 36 Haussen und 35 Baissen. Insgesamt ist der Dow Jones Index dabei in den 114 Jahren von ursprünglich knapp 39 Punkten am Freitag auf das Rekordhoch von 17.810 gestiegen. Dies ist eine prozentuale Verbesserung von fast 46.000 Prozent. Egal wie stark Rückschläge gelegentlich waren, die Börse ist am Ende immer wieder gestiegen. Im Durchschnitt waren es 5,5% im Jahr, wobei die jährlichen Schwankungen von plus 82% im Jahr 1915 bis hin zu minus 53% im Jahr 1931 reichten.

Unter den 35 Baissen gab es 14 mit einem Indexeinbruch von mindestens 30% jeweils. Die anschießenden Erholungen von diesen extremen Baissen zeigt das obige Schaubild. Im Durchschnitt dauerten die abgeschlossenen 13 Erholungen rund acht Jahre und wiesen einen Index-Anstieg von fast 300 % auf (grüner Pfeil). Die derzeitige Erholung (roter Pfeil), die im März 2009 begann und 2011 durch eine kurze Baisse von minus 20% unterbrochen wurde, liegt von der Dauer ( 5,7 Jahre) und Indexverbesserung (+172%) bisher unter dem Durchschnitt. Die Gefahr eines groesseren Index-Einbruchs ist somit aus historischer Sicht nicht gegeben,

Allerdings gibt es technische Warnsignale, die auf eine unmittelbar bevorstehende Atempause von bis zu minus 5% hindeuten. Die Erholung seit der Korrektur Mitte Oktober ist mit einem Plus von 14% beim S&P 500 die stärkste in den vergangenen 60 Jahren! Wall Street und auch der DAX in Deutschland (plus 15% seit Mitte Oktober) sind stark überkauft. Der Optimismus unter Anlegern ist momentan sehr hoch und damit technisch betrachtet zu hoch. Daher sollte ein technisch bedingter Verkaufsdruck spätestens Anfang Dezember nicht überraschen, bevor es dann noch zu einer Jahresendrallye kommt.

Weitere Einschätzungen und spezifische Empfehlungen gibt es auf meiner Hotline. Mein nächster Blog erscheint Anfang Dezember.










Heiko Thieme





Sonntag, 16. November 2014

Neue Rekordhöhen an Wall Street













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Am 12. November diskutierte  ich mit Peter Heinrich vom Börsen Radio über meine aktuelle Anlagestrategie

Heiko Thieme: "Amerika ist der glückliche Hannes!"




Zum Teil 1 die nächste Zeile anklicken:

https://www.brn-ag.de/beitrag.php?bid=27759


... "ja die Jahresendrallye kommt. Jetzt ist die letzte Chance für Deutsche Anleger sich für die Rallye einzukaufen." Heiko Thieme nennt auch Empfehlungen, wo er sich einkaufen würde. (Teil 2)

Zum Teil 2 die folgende Zeile anklicken

https://www.brn-ag.de/beitrag.php?bid=27774


Der Standard in Wien veröffentlichte am 13. November mein Interview mit Bettina Pfluger. Die provozierenden Prognosen und Thesen lösten unter den Lesern eine heftige Diskussion aus. Das gehört zu jedem Mut einer Aussage dazu. Auch persoenliche Beleidigungen sollten dabei nicht überraschen. Zum Lesen des Interviews und der anschließenden Kommentare die nächste Zeile anklicken

http://derstandard.at/2000008102901/In-der-Bank-werden-Sparer-betrogen-und-bestraft?seite=2#forumstart




















Seit der Baisse von Oktober 2007 bis zum März 2009 (roter Pfeil und rote Schattierung) hat der Dow Jones bis heute 170% zugelegt (schwarzer Pfeil). Die kurze Baisse in 2011 (violetter Pfeil und Schattierung) hatte diesen massiven Aufwärtstrend nur kurz unterbrochen. Die jüngste Konsolidierung im Oktober (grüner Pfeil) hat den Trendkanal nicht durchbrochen (grüne Linie). Einem Anstieg auf die 18.000 Marke bis Jahresende steht jetzt nichts mehr im Wege.





















Die Wiener Börse ist von seinem Rekordhoch im Sommer 2007 (roter Pfeil) weit entfernt. Während der DAX in Deutschland und Wall Street in den USA den Einbruch von 2009 voll überwunden haben, fehlen dem ATX noch 130% zur damaligen Hoechstmarke von 2007. Seit dem Tief von 2009 (grüner Pfeil) war die bisherige Erholung in Wien volatil und mühsam (grüne Linie). Mit einer neuen Rekordhöhe ist erst im nächsten Jahrzehnt zu rechnen.







Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Mein  nächster Blog erscheint in der vierten November-Woche.







Heiko Thieme

Montag, 10. November 2014

Etwas erschöpft




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Über meine aktuelle Markteinschätzung sprach ich mit Christine Klafl vom Kurier in Österreich. Zum Interview die nächste Zeile anklicken oder die folgenden zwei Ausschnitte lesen.

http://m.kurier.at/wirtschaft/boerse/ein-und-ausatmen-der-boersen-nutzen/95.422.095

















































Der US-Arbeitsmarkt hat sich in diesem Jahr deutlich verbessert. Seit Februar lag die Zahl der neuen Arbeitsplätze ständig über der 200.000 Marke (grüne Schattierung). Im Oktober fiel die Arbeitslosenrate auf 5,8% und es gab 214.000 neue Arbeitsplätze (blauer Pfeil). Dieser positive Trend am US-Arbeitsmarkt wird sich auch in den nächsten Monaten fortsetzen.

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Mein nächster Blog erscheint in der dritten November-Woche.










Heiko Thieme

Montag, 3. November 2014

Neue Höchstmarken an Wall Street














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In der zweiten Oktoberhälfte kam es an den Weltbörsen zu einem wahren Kursfeuerwerk, wobei Wall Street mit neuen Höchstmarken beim Dow Jones und S&P 500  Index beeindruckte. Die Verlierer blieben dagegen Edelmetalle und das Öl, was im Oktober (roter Pfeil bei WTI) die meisten Verluste hinnehmen musste und seit Jahresbeginn hinten liegt (roter Pfeil bei Brent). 

Auch der Euro stand unter Druck und liegt nach 14 Monaten jetzt mit $1,25 wieder auf seiner Kaufkraftbasis. Davon profitieren besonders deutsche Unternehmen, da ausländische Gewinne wegen der Währungsverschiebung jetzt höher ausfallen. Das Gegenteil trifft in den USA zu, wo rund 40% der Gewinne bei den S&P 500 Unternehmen aus dem Ausland kommen und somit wegen der $-Stärke niedriger sein werden . Währungen spielen bei internationalen Unternehmen eine wichtige Rolle.

Der DAX war am Freitag Tagesbester (grüner Pfeil) und führte auch im Wochenvergleich (grüner Pfeil). Der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) kam im Oktober auf den ersten Platz (grüner Pfeil) und liegt weiterhin seit Jahresbeginn vorn (grüner Pfeil). Zu den Verlierern gehörte das Gold am Freitag (roter Pfeil) und Silber im Wochenverlauf (roter Pfeil). Beide Edelmetalle sind auf diesem Niveau kaufenswert. Das Restrisiko liegt unter 10% bei Gold und Silber.

Mit dem November beginnt die stärkste Börsenphase an Wall Street. Wer seit 1950 nur in den sechs Monaten von November bis April im Dow Jones investiert war, machte in den 64 Jahren aus $10.000 fast $800.000 Gewinn. Dies entspricht einem Plus von 7,5% pro Jahr. Wer sich dagegen auf den Zeitraum von Mai bis Oktober konzentrierte, weist heute nach 65 Jahren einen leichten Verlust auf! Nur kaufen und liegen lassen ist  somit keine optimale Strategie. 

















Die amerikanische Wirtschaft expandiert weiter. Im dritten Quartal lag das Wachstum bei 3,5% (grüner Pfeil). Der Einbruch vom ersten Quartal (roter Pfeil) gehört zur Vergangenheit. In diesem Jahr wird das Wachstum im Durchschnitt bei 2,5% liegen. Damit ist Amerika die Wachstumslokomotive der Industrie-Nationen.

Weiter Empfehlungen und Einschätzungen auf meiner Hotline. Mein nächster Blog erscheint in der zweiten November-Woche.









Heiko Thieme

Samstag, 25. Oktober 2014

Beste Börsenwoche in 2014















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Am 17. Oktober diskutierte ich mit Holger Scholze über die aktuelle Börsensituation. Hierzu die nächste Zeile anklicken:

http://youtu.be/9tRd032h8vE

Zum vollstaendigen Interview (32 Minuten) die folgende Zeile anklicken:

http://youtu.be/ObzDqIsiYgQ


Mein Optimismus vergangene Woche (Blog Titel: erste Entwarnung) kam nicht zu früh. Seit dem Tagestief vom 16. Oktober, als ich im DAF-Interview von einer günstigen Einstiegschance sprach, hat der DAX inzwischen über 600 Punkte bzw. 7,5% zugelegt, was einem normalen Jahresanstieg entspricht! Mit einer so schnellen Erholung hatte zwar auch ich nicht gerechnet. Jetzt ist der Markt technisch betrachtet bereits wieder überkauft und ein leichter Verkaufsdruck sollte nicht überraschen, bevor die 9.000-Marke nachhaltig überschritten wird. Zu einer neuen Höchstmarke beim DAX vor Jahresende wird es allerdings kaum kommen, da dies einen Anstieg von über 11% bedeuten würde, was ich für zu optimistisch halte. Allerdings sind neue Hoechstmarken beim Dow Jones und auch S&P 500 bis Jahresende durchaus möglich.  

Der S&P 500 legte nicht nur sein bestes Wochenresultat in diesem Jahr sondern auch seit Januar 2013 vor! In diesem Tempo wird und kann es nicht weitergehen. Nimmt der Index die 1.975-Marke jedoch bereits in den nächsten Tagen, so ist ein neues Rekordhoch vor Jahresende fast garantiert! 

Der Dow Jones wurde am Freitag Tagessieger (grüner Pfeil). Bis zu einem neuen Rekordhoch fehlen lediglich knapp 3%, was bis Jahresende zu schaffen ist. Wochenbester wurde der US-Freiverkehrsmarkt (NASDAQ), der auch das beste Resultat in diesem Jahr aufweist (zwei grüne Pfeile). Die Wiener Börse liegt dagegen weit hinten und wird  auch am Jahresende im Minus bleiben.

Der größte Verlierer in diesem Jahr ist das Öl. Nordsee-Öl (Brent) weist einen Verlust von 22% auf (roter Pfeil). Meine Warnungen waren hier zeitgerecht. Das verbleibende Preisrisiko liegt jetzt jedoch unter 10% und rechtfertigt somit  einen ersten Einstieg. Auf der Hotline erläutere ich weitere Details. 

Silber liegt weiterhin im Kaufniveau, während Gold unter der $1.200-Marke wieder interessant wird. Platin ist kaufenswert, wenn es keine Prämie zum Goldpreis hat, was fast der Fall ist.
















Der Euro liegt im Kaufbereich; allerdings ist mit einem nachhaltigen Anstieg weit über die $1,30-Marke in absehbarer Zeit nicht mehr zu rechnen. Weitere Details hierzu im Interview mit dem Boersen-Radio vom 22. Oktober mit Sebastian Leben. Hierzu die nächste Zeile anklicken:

https://www.brn-ag.de/beitrag.php?bid=27611










Die aktuelle Marklage wurde im 2. Teil des Interviews erläutert. Hierzu die nächste Zeile anklicken:

https://www.brn-ag.de/person/2372






















Die inflationsbereinigten Gewinne beim S&P 500 Index stiegen auf ein neues Rekordhoch von über $100 (dunkelgrüner Pfeil) und haben damit die Höchstmarke von 2007 (hellgrüner Pfeil) übertroffen. Während es rund 75 Jahre dauerte, um vom Tiefst der Weltwirtschaftskrise (roter Pfeil) auf diese Höhe (hellgrüner Pfeil) zu kommen, brauchte es nach dem drastischen Gewinneinbruch von 2007 bis 2009 (violetter Pfeil) zurück zu dem Tiefststand von der Weltwirtschaftskrise lediglich knapp fünf Jahre, um einen neuen Gewinn-Rekord zu erreichen! Die vergangenen sieben Jahre waren für Wirtschaft und Börse echt dramatisch.





















Der DAX (orange Linie/Nr. 4) und der Russel 2000 Index (grüne Linie/Nr. 3), der kleinere US-Werte widerspiegelt, haben von Anfang Juli (blauer Kreis) bis Mitte Oktober (roter Kreis) eine Korrektur von weit über 10% erfahren. Der DAX wies ein Minus von 14,5% auf, während der Russel 2000 auf einen Verlust von 13,1% kam.

Beim Dow Jones (hellrote Linie/Nr. 1) und S&P 500 (rote Linie/Nr. 2) wurde dagegen eine Korrektur von mindestens 10% dagegen bisher nicht gesehen. Innerhalb von vier Wochen von Mitte September (dunkelgrüner Pfeil) bis Mitte Oktober (violetter Pfeil) verlor der S&P 500 auf Schlusskursbasis 7,4%, während es gemessen am jeweiligen Tageshoch und Tagestief sogar ein Minus von 9,5% war, was die Definition einer Korrektur von mindestens 10% nur knapp verfehlte. Beim Dow Jones war es auf Schlusskursbasis ein Minus von 6,7% (hellgrüner und roter Pfeil), aber gemessen am jeweiligen Tageshoch und Tagestief immerhin ein Verlust von 8,6%.

Ein nochmaliger Test und Unterschreiten dieser Tiefstände von Mitte Oktober ist aus fundamentaler Sicht bis Jahresende bei allen vier Indices unwahrscheinlich. Im November beginnt  an der US-Börse normalerweise die stärkste drei Monats-Phase. 



Bei meinem 16. Small Cap Seminar stellten sich vier Unternehmen an der Stuttgarter Börse am 18. Oktober vor. Einschätzunjgen hierüber und spezifische Empfehlungen gibt es auf meiner Hotline, wobei das Kurspotential innerhalb der kommenden 12 Monate 100% erreichen kann. Mein nächster Blog erscheint Anfang November.











Heiko Thieme