Freitag, 18. April 2014

Beste Woche seit Jahresbeginn















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Rückblick
Text folgt


Ausblick










































Heiko Thieme

Samstag, 12. April 2014

Aktienmärkte unter Druck















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Rückblick
Der April hat bisher an den Aktienmärkten enttäuscht.Die zweite April-Woche verlief sehr volatil und endete am Freitag allgemein im Minus, wobei der DAX sowohl Tages- als auch Wochen-Verlierer (zwei rote Pfeile) war. Den größten Rückgang seit Jahresbeginn weist der amerikanische Freiverkehrsmarkt auf (roter Pfeil).


Der Euro lag am Freitag knapp vor dem Gold vorn (grüner Pfeil). Auf diesem Niveau über $1,38 empfehle ich US-Dollar anstatt den Euro. Der Wochen-Preis ging an Texas Öl (WTI), das von der globalen Verunsicherung aufgrund der Krise in der Ukraine profitierte (grüner Pfeil). Das Gold behielt seine Führung seit Jahresbeginn (grüner Pfeil).

Der Nasdaq 100 Index besteht aus den 100 größten Freiverkehrswerten. Gemessen an ihren jeweiligen Höchsteständen der vergangenen 12 Monate weisen bereits 51 Titel ein Minus von mindestens 10% auf, was eine Korrektur bedeutet. Weitere 20 Werte kommen sogar auf ein Minus von mindestens 20%, was eine Baisse bedeutet. Auch wenn der Index selbst bisher "nur" auf ein Minus von 7,5% kommt, befindet sich die Mehrheit der Titel bereits in einer Korrektur oder sogar Baisse.

Ausblick

Über meine aktuelle Markteinschätzung diskutierte ich mit Sebastian Leben vom Börsen Radio am 9. April. Das Interview wurde in zwei Teilen am 9. und 11. April gesendet. Zum Anhören vom 1. Teil die nächste Zeile anklicken:

https://www.brn-ag.de/26439-Boersenradio-Heiko-Thieme-Wir-werden-keine-10-Prozent-Plus-erleben-im-Markt-aber-dafuer-Einstiegsmoeglichkeiten

Zum 2. Teil des Interviews die nächste Zeile anklicken:

https://www.brn-ag.de/26450-Boersenradio-Heiko-Thieme-Die-Ukraine-wird-uns-in-Europa-weit-mehr-kosten-als-bisher-veranschlagt-ist

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Am Karfreitag sind die Börsen in Europa und Nord-Amerika geschlossen. Am Ostermontag wird an Wall Street jedoch wieder gehandelt. Mein nächster Blog erscheint nach Ostern.








Heiko Thieme

Samstag, 5. April 2014

Fragezeichen trotz neuer Höchststände













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Rückblick

Mein Blog vom 1. März trug die Überschrift: Starker Februar - schwacher März. Dies hat sich im Monatsverlauf bestätigt. Bis auf wenige Ausnahmen - Dow Jones und S&P 500 Index - endeten alle in meiner Tabelle aufgeführten Indices im Minus. Das Silber wies dabei den größten Verlust auf (roter Pfeil), während der Dow Jones vorn lag (grüner Pfeil).

Das erste Quartal endete trotz der März-Schwäche  überwiegend im Plus. Gold wies dabei den größten Anstieg auf (grüner Pfeil) und konnte seine Jahresführung auch in der ersten Aprilwoche verteidigen (grüner Pfeil), nachdem es am Freitag Tageserster war (grüner Pfeil). 

Nordsee-Öl (Brent) wurde Wochenletzter (roter Pfeil) und lag auch im ersten Quartal (roter Pfeil) und seit Jahresbeginn (roter Pfeil) hinten. Unverändert rechne ich mit werterhin fallenden Ölpreisen.

Der S&P 500 Index beeindruckte Anfang April mit einem neuen Hoechststanddem jedoch die andereIndices nicht folgten. Die Sektoren Technologie und Biotechnologie standen sogar unter einem deutlichen Verkaufsdruck. Die von mir in den vergangenen zwei Monaten häufig erwähnte Korrektur von  mindestens 10% deutet sich bei einzelnen Titeln bereits an und kann sich ab Mai voll entfalten.

Ausblick































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Heiko Thieme

Sonntag, 30. März 2014

Falsche Politik















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Rückblick

Der DAX ging in der vierten März-Woche als Sieger hervor (grüner Pfeil), während das Gold der Verlierer war (roter Pfeil), aber dennoch seine Führung seit Jahresbeginn behielt (grüner Pfeil). Obwohl die Wiener Börse (ATX) am Freitag das beste Tages-Ergebnis (grüner Pfeil) erzielte, behielt es den letzten Platz seit Jahresbeginn (roter Pfeil). Der Edelmetallsektor baute seine Führung seit Jahresbeginn deutlich ab. Silber verfehlte am Freitag sein Rückkaufniveau von $19,5 für die Feinunze nur knapp. Der Ölpreis zog an aus Furcht vor einer Eskalation zwischen der Ukraine und Rußland.

Ausblick

Dieser März wird bei den meisten Indices der obigen Tabelle im Minus enden, selbst wenn es zu Wochenbeginn am letzten Börsentag des Monats noch einige Verbesserungen geben mag. Das erste Quartal wird aufgrund des starken Februars überwiegend im Plus enden. 


Der April gehört seit 1950 zu den drei besten Börsenmonaten im Jahr mit einem durchschnittlichen Anstieg von 1,5% gemessen am S&P 500 Index. Kommt es zu keiner weiteren Eskalation zwischen Russland und der Ukraine, so kann dieser April sein gutes Omen bestätigen. Allerdings rechne ich danach zwischen Mai und September mit einer Korrektur von mindestens 10% an den Börsen der Industrienationen mit Ausnahme von Japan. Hier verlor der Nikkei bereits im Januar 14%, nachdem dieser Index im Vorjahr mit einem Plus von fast 60% das mit Abstand beste Ergebnis unter den führenden Börsen der Welt vorlegte.

Meine Anlagestrategie konzentriert sich auf Werte, die bereits mindestens 10% bis 20% gefallen sind. Hierzu gehört die Deutsche Bank Aktie, die Mitte Januar auf Euro 40 gestiegen war, um dann bis Mitte März einen Kursverlust von über 20% zu erleiden. Seitdem gab es mehrmals die Möglichkeit diesen Wert unter Euro 32 zu kaufen. Gerade auf der Hotline wurde dies von mir speziell empfohlen.

















Das Verbrauchervertrauen stieg im März auf das höchste Niveau in über fünf Jahren (grüner Pfeil). Viele der Befragten erwarten eine spürbare Verbesserung am Arbeitsmarkt und rechnen mit einer Wachstumsbeschleunigung in der Wirtschaft. Das erste Quartal wird jedoch wetterbedingt schwächer als ursprünglich erhofft ausfallen. 

Der allgemeine Optimismus beim Verbraucher hat bisher jedoch beim Einzelhandel wenig positive Auswirkungen gezeigt. Die Umsatzsteigerungen sind hier seit Mitte vergangenen Jahres fast kontinuierlich schwächer geworden (roter Pfeil). Die US-Notenbank wird daher ihre Niedrig-Zinspolitik weiterhin fortsetzen, zumal keinerlei Inflationsdruck sichtbar ist.














Mittelgroße und kleine Gesellschaften weisen an der Börse ein höheres Potenzial als große Unternehmen auf. Der S&P 400 repräsentiert mittelgroße Firmen. Die fünfjährige Hausse von Oktober 2002 bis Oktober 2007 brachte einen Index-Gewinn von 160% (grüner Pfeil). Der S&P 500 Index, der sich aus großen Unternehmen zusammensetzt, legte im gleichen Zeitraum rund 100% zu. Der Einbruch von Oktober 2007 bis März 2009 war bei beiden Indices fast gleich hoch. Die anschließende Hausse von Anfang März 2009 bis Ende April 2011 brachte beim S&P 400 ein Plus von 150% (hellgrüner Pfeil), während der S&P 500 erneut 'nur' 100% zulegte. Der fünfmonatige Rückgang von Mai bis Oktober in 2011 machte beim S&P 500 knapp 20% aus. Der S&P 400 verlor im gleichen Zeitraum mit 30% rund 50% mehr (lila Pfeil). Die jüngste Hausse führte zu einer Verdoppelung beim S&P 400 von Oktober 2011 bis heute (blauer Pfeil). Der S&P 500 kommt dagegen bisher auf ein Plus von 'nur' 70%.

Der Kauf von mittelgroßen und kleinen Unternehmen zahlt sich somit aus. Allerdings kommt es auch auf die Aktienauswahl an. Einfacher ist es, sich auf den Index zu konzentrieren. Auf dem aktuellen Niveau ist erst einmal eine Korrektur abzuwarten, die überfällig ist. Die orange Markierungen (fünf insgesamt) zeigen die Korrekturen seit Oktober 2002 an.

 
Helmut Schmidt ist  vor einer Woche im Spiegel wegen seiner Äußerung zum Krim-Konflikt scharf kritisiert worden, da er für die Haltung Russlands Verständnis zeigte. Ich habe mit dem Alt-Bundeskanzler vor Jahren etliche gemeinsame Veranstaltungen bestritten und oft eine andere Meinung und Prognosen vertreten. In der Krim-Frage stimme ich ihm jedoch voll und ganz zu.

Russland ist Teil Europas und gehört langfristig betrachtet zur EU! Amerika und Europa verfolgen gegenüber Russland eine falsche Politik. Nicht Konfrontation sondern Dialog ist gefragt. Der einseitige Rauswurf aus der G8-Runde ist keine Lösung, sondern verschärft die Fronten. Die Krim gehört aus historischer Sicht zu Russland. Die Ukraine und Russland sind seit Jahrhunderten eng miteinander verknüpft. Eine Annäherung der Ukraine an die EU ist begrüßenswert, darf aber nicht zu einer Isolation von Russland führen. Vielmehr sollten wir Russland als einen künftigen 'Partner' sehen. Dieser Annäherungsprozess dauert sicherlich Jahre oder sogar Jahrzehnte, aber lohnt sich für alle Beteiligten. Europa muss zusammenwachsen und das schließt Russland mit ein. Terrorismus ist unser gemeinsamer Gegner.

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Der nächste Blog erscheint in der zweiten April-Woche.










Heiko Thieme

Sonntag, 23. März 2014

Frühlingsanfang - ein neuer Start?















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Rückblick

Die dritte März-Woche war insgesamt an den Aktien-Märkten erfolgreich und der Frühlingsanfang wurde begrüßt.. Das Gegenteil war der Fall bei Edelmetallen, da die Krise zwischen Russland und der Ukraine sich nicht weiter zuspitzte.  Silber war der Wochenverlierer (roter Pfeil), dagegen bleibt Gold seit Jahresbeginn weiterhin vorn (grüner Pfeil), obwohl es auch hier zu einem spürbaren Wochen-Minus kam. Nordsee-Öl (Brent)  liegt jetzt bezogen auf den Jahresanfang hinten (roter Pfeil), obwohl es am Freitag Tages-Sieger war (grüner Pfeil). Der amerikanische Freiverkehrsmarkt (NASDAQ) war das Schlusslicht am Freitag (roter Pfeil), während die Wiener Börse (ATX) das beste Wochenresultat vorlegte (grüner Pfeil).

Die vierfache Hexenstunde am Freitag brachte hohe Umsätze und erzeugte im Wochenverlauf eine gewisse Volatilität. Viermal im Jahr findet diese so genannte Hexenstunde jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember statt, wenn vier Zeitkontrakte an den Börsen gleichzeitig verfallen. Früher wurde dieses Ereignis in den Medien stärker herausgestellt als heute. 

Janet Yellen gab ihre erste Pressekonferenz als Notenbank-Chefin am Mittwoch und erledigte diese delikate Aufgabe insgesamt gut, auch wenn es wie immer einige kritische Stimmen gab. Die US-Notenbank wird erwartungsgemäß ihr Rueckkaufprogramm von Staatsanleihen und Hypotheken weiter zurückfahren und es im Herbst beenden. Kurzfristige Zinsen werden allerdings erst in 12 Monaten  etwas anziehen, um das bisher gemäßigte Wirtschaftswachstum nicht zu gefährden.


Ausblick

















Aus historischer Sicht sind US-Aktien zwar relativ hoch (grüner Pfeil) aber noch nicht zu hoch bewertet. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV oder in englisch PE ratio) gilt hierbei als Barometer. 

Seit 1900 bis rund 1995 bewegte sich das KGV bis auf wenige Ausnahmen im Bereich von 7 (grüne Linie) bis 23 (rote Linie). Immer wenn das KGV in die Nähe der grünen Linie kam oder diese unterschritt, so war dies ein klares Kaufsignal. Ein Verkaufssignal gab es, wenn das KGV nahe an die rote Linie herankam oder diese überschritt (roter und lila Pfeil). 

Beim berüchtigten Börsen-Crash von 1929 hatte das KGV die rote Linie nicht voll erreicht (hellblauer Pfeil) und nach dem Index-Einbruch von über 80% lag des KGV immer noch über der grünen Linie (hellgrüner Pfeil). Dies zeigt, dass beide Linien kein absoluter Maßstab aber nützliche Indikatoren sind.

Während der Internetblase um die Jahrtausend-Wende explodierte das KGV und stieg deutlich über die rote Linie (brauner Pfeil), was ein klares Warnsignal war und im März 2000 eine schmerzliche Baisse mit einem Minus von 37% auslöste. 

Noch größer war der Einbruch während der Finanzkrise, als der S&P 500 Index von Oktober 2007 bis März 2009 mit einem Minus von 57% seinen zweitgrößten Verlust erlebte. Als die Gewinne kollabierten, stieg das KGV in die 'Stratosphäre' (blauer Pfeil), was dann allerdings ein Kaufsignal war! Anschließend erholten sich die Gewinne wieder und liegen momentan auf einem Rekordhoch.

Wichtig ist, dass die Börse trotz dieser großen Verluste immer wieder neue Höchststände erreichte. In anderen Worten, ausgeprägte Kursschwächen waren und sind die besten Kaufgelegenheiten!

Meine aktuelle Börseneinschätzung geht von einer Korrektur in den kommenden Monaten aus, was wiederum eine Kaufgelegenheit wäre. Positionen sind mit einem Stop abzusichern. Bei Kursgewinnen von über 10% ist eine Teilgewinnmitnahme empfohlen. 


Der Frühlingsanfang bedeutet somit keinen neuen Start.

Weitere Einschätzungen und Empfehlungen auf meiner Hotline. Mein nächster Blog erscheint Ende März.









Heiko Thieme